Ikebukuro

August 30, 2010

Die Freunde werden noch verabschiedet…

… aber jetzt reicht’s auch langsam…

War echt interessant, viel gelernt, viel erlebt und viel gekauft.

Bin jetzt seit etwas über 3 Wochen wieder in Deutschland. Irgendwie war es als wär ich nie weg gewesen, obwohl ich mich oft an Japan erinnere und auch manchmal japanisch träume. Das wird mit der Zeit kommen denke ich, im Moment passiert aber genauso viel wie am Anfang als ich nach Japan kam. Mit den Bekannten stehe ich natürlich immernoch in Kontakt, aber hier geht es jetzt erstmal anders weiter, mein Japanisch schwindet natürlich etwas.

Denke das dies der letzte Eintrag war, danke fürs zuhören.

Show mit der Band an der Uni

August 25, 2010

花火

August 21, 2010

In Japan sind im Sommer immer viele Feuerwerke. Hier die fotographischen Höhepunkte:

Fuji-Tour

August 17, 2010

Ein Wochenendtrip mit Jan und Olli.

Wegen des Sonnenaufgangs stiegen wir 4 Stunden lang bis auf den Gipfel des Berges in der Nacht. Bei Sonnenaufgang war soviel Nebel, dass man keine 10 Meter weit sehen konnte. Es gibt also nur Aufnahmen von weiter unten.

Nach insgesamt 8 Stunden Berg

Auch danach hatten wir großes Pech mit dem Wetter.

Kawaguchiko ist eigentlich für den Blick auf den Fuji mit See im Vordergrund berühmt. Als wir da waren war es trüb.

Auch Hakone ist normalerweise für den Ausblick berühmt…

Die Seilbahn nach oben

Wir fuhren dann in den Chichibu-Nationalpark, Berge und Dämme gucken…

Kawagoe

August 7, 2010

Sexuelle Perversionen

August 7, 2010

In Japan werden Gruselgeschichten im Sommer erzählt, damit einem hinterher kühlende Schauer über den Rücken laufen.

IMG_5844

Alles im Berreich Sexualität wird hier irgendwie immer gleich krankhaft, habe ich den Eindruck. Dies ist ein Eingang zu einem Abteil nur für Frauen im Zug, weil angrabschen anscheinend ein Problem in Tokyo ist. Einer Bekannten englischen Austauschstudentin ist es schon 3 Mal passiert.

Es gibt Computerspiele in denen man sich um eine virtuelle Freundin kümmern kann.

Im Öffentlichen sehr verklemmt gibt es eine unüberschaubare Zahl von Porno Mangas.

Sind einige noch regulär…

… geben andere Einblick darin wie pervers viele Phantasien hier bedient werden…

Mir fällt kein anderes Wort als Kinderporno dazu ein. So freizügig wie es hier gezeigt werden kann…

Es gibt eine Vielzahl von Hentais, nicht nur explizite Darstellungen mit Kindern, sondern auch Tentakelmonstervergewaltigungen, die man in unüberschaubarer Zahl in einer unüberschaubaren Zahl von Läden ab 18 einfach so kaufen kann. (Genitalien sind aber mit Abstufungen immer zensiert). Da war ich sehr schockiert, weil selbst wenn man sich darauf beruft das gezeichnet diese Auswüchse nur im Bereich der Vorstellung existieren, die Grenzen der künstlerischen Freiheit spätestens bei Abbildungen mit Kindern erreicht sein sollten.

Ursprünglich galt die Darstellung von Genitalien wohl schon länger als tabu, weshalb vermutlich überhaupt der Umweg über die Darstellung als Zeichnung gegangen wurde, weil so eben vollkommen unmögliche Dinge dargestellt werden können und man teilweise auf die Darstellung von Genitalien verzichten kann.

Der Traum der Fischersfrau – Holzschnitt von Katsushika Hokusai

Ich habe leider keine Bilder davon, weil ich es mir nicht antun wollte, aber es gibt in Akihabara auch die s.g. Matecafes.

Suburbane Szenen

August 4, 2010

In unmittelbarer Nähe vom Campus

Reisfeld

Das sieht ja jetzt alles sowohl ästhetisch als auch ernährungstechnisch sehr wertvoll aus. Im Kontrast dazu stehen allerdings Kohlfelder im Winter die an Haupverkehrsstrassen liegen und die so vergilbt und vom Smokk verschmandet sind, dass ich mich wirklich frage, an wen das verkauft wird, bzw. wer das dann essen wird.

Ein Grund für die hohen Preise, Leute die schwachsinnigerweise an “gefährlichen” Stellen stehen und den Leuten sagen “fahr dalang”. Diese Leute müssen natürlich bei vollem Gehalt mit durchgezogen werden. Das ist nicht nur hier so, sondern auch in Isakayas oder Restaurants, die oft erbarmungslos überbesetzt sind. Irgendwo müssen die Millionen arbeiten und somit werden die Preise in die Höhe getrieben.

http://www.japanisch-netzwerk.de/Thread-Arbeitseffizienz-Japan-Deutschland

Leider sind die meisten Häuser in Japan sehr schlecht isoliert. Deshalb muss ständig, entweder im Sommer durch die Klimaanlage kalt Luft, oder im Winter durch eine Gasheizung warme Luft in die Häuser reingeblasen werden. Bei uns reicht Ventilator, oder einfach eine Heizung durch die ein bisschen warmes Wasser durchläuft. Wären die Häuser ordentlich isoliert, könnte man sehr viel Energie einsparen und bräuchte auch keine beheizten Tische, oder Toilettensitze.

“Es ist zwar sau teuer herzukommen, wenn man aber erstmal da ist, gibt es eine Ohrfeige nach der anderen.”

August 4, 2010

Auch wenn der Hinflug sau teuer ist; wenn man erstmal in Japan angekommen ist gibt es eine Ohrfeige nach der anderen.

Dieses Stillleben hat umgerechnet 8 Euro gekostet. Unfassbar wie teuer Japan ist.

Die Zikaden sind so laut, dass man sich draussen manchmal nicht normal unterhalten kann!

*alfred hitchcock geigen tremolos*

Wenn man viel in Tokyo unterwegs ist, dann wird es irgendwie nachvollziehbar, warum die Selbstmordrate hier so hoch ist. Bei einem regnerischen Wetter gibt es nichts depressiveres, Migräne begünstigenderes als mit der Bahn durch die immergraue Betonlandschaft Tokyos zu fahren. Erschwerend kommt die Unüberschaubarkeit und das Gefühl nichtig zu sein, bei zu vielen anderen Einwohnern hinzu… selbst nach einem Jahr überschaut man die ganze Sache nicht; mit angrenzenden Gebieten ist es einfach zu riesig um die Übersicht zu bekommen. Das wirkt sich irgendwie auf die Selbstständigkeit im Denken aus, man braucht das Gefühl Herr der Lage zu sein um kreativ sein zu können. Übersicht tut Not, vielleicht geht das aber auch nur mir so.

Shibuya bei Nacht, vom Metropolitan Gouvernmental Building aus gesehen:

hier versagte meine Kamera leider

Ginza, die 5. Avenue Tokyos:

Ginza:

Fischmarkt Tokyo

July 24, 2010

Ein Bekannter von mir legte letzte Nacht in einem Club in Shibuya auf. Danach kam ein anderer Bekannter auf die Idee, man könne doch zum Fischmarkt gehen. Diese spontane Aktion war bisher mit das prägendste was ich in Japan erlebt habe. Das war im ersten Moment interessant, weil man das Gefühl hatte plötzlich im Vietman oder China vor 50 Jahren zu sein.

Später war es einfach nur noch beängstigtend, zum einen wegen der direkten Schlachthofathmospäre, herausgerissene Muscheln die zwar tot, aber noch im eigenen Blut lagen…

tote Tunfischen denen mit Fuchsschwänzen der Kopf abgesägt wird…

tote Tintenfische, denen der Kopf nach innen gestülpt war…

und Ale die zwar schon geköpft waren, die aber als sie aufgeschnitten darlagen trotzdem noch eine letzte Welle der Bewegung durchzuckte…

andererseits aber auch wegen den ökologischen Schäden. Den Gewässern um Japan wird täglich, mehrfach ohne Gleitgel in den Arsch gefickt mit verheerenden Folgen, schon auf Föhr fand ich das nicht toll.

Walfleisch

Gezüchtete Tiere zu essen finde ich besser… Natürlich fress ich den Scheiß selber auch, scheiß Doppelmoral!

Ein Sonntag in Tokyo

July 5, 2010

Lange nichts mehr von mir hören lassen, irgendwann wird es eben Alltag. Zur Zeit beschleichen mich gemischte Gefühle. Einerseits freue ich mich sehr, wieder anständiges Essen, gepflegtes Bier und fordernde Inhalte an der Uni, andererseits habe ich mich hier sowas von dran gewöhnt, dass ich auch gut noch ein Jahr länger bleiben könnte.  Dann wäre mein Japanisch jedenfalls fließend.

Hier sind ein paar Bilder von einem Sonntagsausflug in Tokyo

Das ist in Akihabara. Ein kostumiertes Mädchen macht Werbung für sogenannte Matecafes. Eines der seltsamsten Dinge in Japan.

Sau heiß ist es auch!!!

Vermutlich wird es schwer sich von diesem kosmopolitischen Feeling hier wieder auf den Alltag in Deutschland umzustellen. In meiner Zeit hier habe ich mit Leuten aus Bangladesh, der Mongolai, Amerika, Neu Seeland, Argentinien, Australien, China, Korea, Schweden und Indien engen Kontakt gepflegt. Das ist schon prägend denke ich.


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